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SUMMARY:Ausstellung "Jedes Opfer hat einen Namen"
DESCRIPTION:Es ist ein Satz\, der mitten aus der Dunkelheit kommt: „Die Gegenwart ist dunkel und trostlos\, aber lass uns glauben\, dass die Zukunft (…) schön sein wird.“ Dieses Zitat schrieb eine junge Frau namens Rozia S. im Januar 1941 in Kolbuszowa auf die Rückseite eines Fotos. Sie war eine von Millionen Jüdinnen und Juden\, deren Leben und Hoffnungen bald darauf brutal ausgelöscht wurden. Rozia und etwa 1\,5 Millionen andere fielen der „Aktion Reinhardt“ zum Opfer\, der systematischen Massenermordung in Lagern wie Belzec\, Sobibor und Treblinka. Die tief bewegende Ausstellung „Jedes Opfer hat einen Namen“\, gestaltet vom Museum in Bełżec\, holt diese Menschen zurück in die Gegenwart. Sie zeigt mit biografischen Skizzen und Fotografien die Gesichter\, Wünsche und Lebens­geschichten hinter der anonymen Zahl und erinnert uns daran: Jedes einzelne Opfer hatte eine einzigartige Lebens­geschichte. \nDie Ausstellung fällt in eine Zeit\, die kaum symbolischer sein könnte. In der Nacht vom 9. auf den 10. November jährt sich die Reichspogromnacht von 1938. Das ist jener Moment\, in dem der Hass in organisierte Gewalttaten überging und wo aus Diskriminierung systematische Vernichtung wurde. Achtzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs gilt: Die Zeit des Erinnerns ist niemals vorbei. Gerade jetzt\, wo Antisemitismus und Geschichtsvergessenheit wieder lauter werden\, da braucht es Orte\, die erinnern\, und Menschen\, die hinschauen. Erinnerung beginnt nicht irgendwo – sie beginnt hier\, im eigenen Umfeld. Auch wenn die Mordstätten der „Aktion Reinhardt“ fern lagen\, war die regionale Industrie (IG Farben) eng mit der Kriegswirtschaft und dem NS-System verflochten. Von Zwangsarbeit wurde profitiert. Auch wenn es in Leuna keine Rechtsnachfolge für die NS-Verbrechen mehr gibt\, die moralische Verpflichtung zur Aufarbeitung und Erinnerung bleibt. \nDie Ausstellung „Jedes Opfer hat einen Namen“ ist eine Kooperation mit dem Bildungswerk Stanisław Hantz e.V. \, Andreas Tschurn vom Evangelisches Kirchspiel Leuna\, der Partnerschaft für Demokratie Weltoffener Saalekreis und ist Teil des wir-Festivals Halle. \nDie  Ausstellung ist Teil des WIR-Festivals Halle – einem stadtweiten Festival in Halle\, das aus der Überzeugung heraus entstanden ist\, dass Kunst\, Begegnung und Dialog die besten Antworten auf Spaltung und Hass sind. Es setzt ein Zeichen für Menschlichkeit\, Vielfalt und das gemeinsame „Wir“. Diese Haltung teilen wir (die Veranstaltenden) und tragen sie über die Stadtgrenzen hinaus in den Saalekreis: im Vertrauen darauf\, dass Respekt\, Mitgefühl und das offene Wort stärker sind als Angst und Ausgrenzung.\n\nAm 28. Oktober wird die Ausstellung mit einem Vortrag von Ewa Koper eröffnet\, der Leiterin der pädagogischen Abteilung der Gedenkstätte Belzec. Sie berichtet über die Geschichte des Ortes\, über Jahrzehnte des Schweigens und den langen Weg zu einer würdigen Erinnerungskultur. \nWir rufen insbesondere Schulen und Gruppen dazu auf\, die Ausstellung zu besuchen. Diese wird im Gemeindehaus des Kirchspiels Leuna präsentiert (Kirchplatz 1\, 06237 Leuna). Wichtig: Besuche von Gruppen bitte anmelden. Anmeldung unter kontakt@pfd-saalekreis.de. \nFür individuelle Besuche interessierter Bürger*innen ist die Ausstellung an folgenden Tagen geöffnet: 09. November (Sonntag) 11.00 – 15.00 Uhr und am 14. November (Freitag) 15.00 – 18.00 Uhr.  \n  \n🗓️ Wann?\nDienstag\, 28. Oktober 2025 bis 20. November 2025 \n🪧 Wo?\nGemeindehaus des Kirchspiels Leuna\, Kirchplatz 1\, 06237 Leuna
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SUMMARY:Lesung „Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten“ mit Renatus Deckert
DESCRIPTION:Herzliche Einladung zur Veranstaltung Victor Klemperers Tagebuch 1933-1945: „Ich will Zeugnis ablegen bis zum letzten“ – Lesung von Renatus Deckert. Diese findet am 14. November um 18 Uhr im Gemeindesaal Leuna statt. \nInfos zur Veranstaltung: Wie erlebten Menschen den Holocaust? Was konnten sie wissen\, sehen\, hören? Das Tagebuch von Victor Klemperer (1881-1960) beantwortet solche Fragen\, die von jeder Generation neu gestellt werden. Tag für Tag hielt der zwangsemeritierte Romanistik-Professor im „Judenhaus“ in Dresden fest\, was er beobachtete und erlebte: den täglichen Terror gegen Juden mit Razzien\, ständig neuen Verboten und Schikanen. Und er schrieb auf\, was ihm zugetragen wurde: Gerüchte\, politische Witze\, Berichte von Frontsoldaten. Sein minutiöser Bericht ist ein einmaliges Dokument über den Alltag der Judenverfolgung – mitten in einer deutschen Großstadt. LTI – „Lingua Tertii Imperii“ – Die Sprache des Dritten Reiches. Eine Veranstaltung des Bündnis 27. Januar der Geschichtswerkstatt Merseburg-Saalekreis e.V. Die Vergangenheit verstehen\, um eine bessere Zukunft zu gestalten. \nRenatus Deckert\, geboren 1977\, lebt als Autor und G´Herausgeber in Dresden. Bei Suhrkamp und im Insel-Verlag veröffentlichte er mehrere Bücher\, u.a. „Das erste Buch“ (2007) und „Die Nacht\, in der die Mauer fiel“ (2009). Seine Essays erschienen u.a. in der FAZ\, der Süddeutschen Zeitung\, im Tagesspiegel sowie in Sinn und Form. Seit 2022 schreibt er Geschichten in „Wolken und Kastanien“: https://steadyhg.com/renatus-deckert. \n \n🗓️ Wann?\nFreitag\, 14. November 2025\, 18.00 Uhr \n🪧 Wo?\nGemeindesaal der evangelischen Kirche Leuna\, Kirchplatz 1\, 06237 Leuna
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SUMMARY:Lesung "Die Erfindung des muslimischen Anderen" mit Mehmet Arbag
DESCRIPTION:Wie entstehen in unserem Kopf die Bilder von „den Anderen“? Was lösen sie in uns aus? \nÜber Muslim*innen wird in Politik\, Medien und Alltagsgesprächen oft – und meist negativ – gesprochen. Aber selten mit ihnen. \nDer Autor Mehmet Arbag liest am 14. November 2025 um 18 Uhr im Lutherheim Niemberg (Hohenthurm/Landsberg)\naus dem Buch „Die Erfindung des muslimischen Anderen“. \nDas Buch – herausgegeben unter anderem von Anna Sabel und Özcan Karadeniz – zeigt\, wie Muslim*innen in Deutschland wahrgenommen\, stereotypisiert und in öffentlichen Debatten dargestellt werden. Und was das für unser Zusammenleben bedeutet. \nNach der Lesung gibt es Raum für offene Fragen\, ehrliche Diskussion und Begegnung auf Augenhöhe. \nDie Veranstaltung ist eine Kooperation der Partnerschaft für Demokratie Saalekreis und dem Pfarramt Hohenthurm (Evangelischer Kirchenkreis Halle-Saalkreis) \nKomm vorbei\, hör zu\, frag nach und denk nach über unser Miteinander. \nHinweise: \nLeider ist die Räumlichkeit nicht barrierefrei zugänglich. \nDie Veranstaltung versteht sich als sicherer Raum. Diskriminierendes oder respektloses Verhalten führt direkt zum Ausschluss. \n  \n🗓️ Wann?\nFreitag\, 14. November\, 18.00 Uhr \n🪧 Wo?\nLutherheim Niemberg (Hohenthurm/Landsberg) \, Plößnitzer Str. 19\, 06188 Landsberg
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